Der Schatz der Tempelritter, Band 2: Die Bischöfe (Carlsen)

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Während die eingekerkerten Tempelritter auf die Fürsprache des Papstes hoffen und einige Mutige von ihnen ihre Verteidigung vorbereiten (siehe Band 1 für die historischen Ereignisse), kehren Martin und seine beiden ehemaligen Ordensbrüder nach Paris zurück. Mit dem Ziel, den unermesslichen und unentdeckten Schatz der Templer zu stehlen und zu sichern. Ihr einziger Anhaltspunkt zur Lage des Schatzes im Tempel ist ein teilweise verbranntes Dokument. Um in den Tempel zu gelangen befreien sie den kauzigen Jehan in einer abenteuerlichen Aktion, die fast aus dem Ruder läuft, aus dem Kerker. Und ihre Anwesenheit in Paris bleibt nicht verborgen. Die Schergen des intriganten Kanzlers Nogaret durchsuchen die Spelunken der Stadt nach ihnen.

Im Laufe der Handlung kreuzen sich wieder die Wege Martins und Isabelles, seiner Verflossenen, die ihm erneut hilft. Auch seine alten Kumpels Odo und von Berg tauchen wieder auf. Wie ein neuer Mitstreiter: Salim, ein sarazenischer Templer. Langsam kommt man dem Geheimnis des Dokuments und damit des Schatzes auf die Schliche, während sich die Schlinge um die eingekerkerten Ordensbrüder buchstäblich immer enger zieht. Denn Nogaret spinnt im Hintergrund seine Intrigen und durchkreuzt die Verteidigungspläne der Ordens-Fürsprecher. Bis er schließlich zum Äußersten geht und alle Templer auf dem Scheiterhaufen verbrennen lässt.

Auf dem Buchrücken des zweiten Bandes verweist man auf den Film ‚Ocean’s Eleven‘. Und in der Tat – am Ende der Geschichte bildet sich auch eine verschworene wie bunt zusammengewürfelte Gemeinschaft, deren Geburtsstunde die grausame Hinrichtung der Templer ist. Ihr gemeinsamer Feind ist Kanzler Nogaret, ihr gemeinsames Ziel ist der Schatz und dessen Bergung. Da können wir uns nochmals auf eine Steigerung im dritten und letzten Band (Der Gral, erscheint leider erst im Februar 2016) freuen. Denn die Dramaturgie, die alles auf den Höhepunkt in Band 3 zulaufen lässt. ist schon jetzt großartig. Die Story ist mitreißend wie fesselnd und passiert stets auf zwei Ebenen: zum einen werden die historisch verbürgten Ereignisse auf höchster politischer Ebene geschildert (in die Isabelles Bruder als Erzbischof involviert ist) und einmal das Einzelschicksal Martins, und das seiner Kumpanen, die tatenlos der Katastrophe zusehen müssen und von Gier nach Reichtum wie von Rache getrieben werden. Hehre und pekuniäre Motive vereinen sich vor einem gemeinsamen Ziel.

Und bitte: die Zeichnungen mögen nicht jedermanns Sache sein. Zu wenig Realismus, zu steif oder holzschnittartig – was auch immer an Kritik kommen mag. Fest steht: sie sind stimmig, atmosphärisch dicht. Aber: die Story vom ‚Prince Of Persia‘-Schöpfer Jordan Mechner macht hier die Musik. Die ist für jeden, der etwas für Thriller übrig hat, bestens geeignet und bringt Fans von ‚Ocean’s Eleven‘, ‚Der Name der Rose‘ oder dem ‚Da Vinci Code‘ unter einen Hut. Und das muss man auch erst einmal schaffen. (bw)

Der Schatz der Tempelritter, Band 2: Die Bischöfe
Text: Jordan Mechner
Bilder: Leuyen Pham, Alex Puvilland
160 Seiten in Farbe, Softcover
Carlsen Verlag